Gründungszuschuss immer häufiger gestrichen

Die Arbeitsagenturen zahlen immer weniger Gründungszuschuss aus, obwohl die Zahl der förderungsfähigen Existenzgründungen steigt.
Das berichtet der Existenzgründungsexperte und Geschäftsführer von www.alg-zuschuss.de, Andreas Schilling. Demnach streichen die Agenturen vermehrt Anträge aufgrund von Formfehlern.

Strengere Prüfung der Anträge
Laut Schilling gibt es mehr Berichte von Gründern, deren Anträge von den Arbeitsagenturen strenger als noch vor einem halben Jahr geprüft werden. Auch sei die Ablehnungsquote enorm gestiegen.

Schilling: "Unter der Hand erfahren wir, dass die Mittel für den Gründungszuschuss erschöpft sind und man intern bereits den Riegel vorgeschoben hat."

Leider gebe es von der Bundesagentur für Arbeit keine offizielle Stellungnahme. Es liege jedoch nahe, dass die Arbeitsagenturen aufgrund fehlender Mittel für 2010 sparen.

Keine Sicherheit trotz Gründungsberater
Auch Gründungsberater hätten derzeit Schwierigkeiten: Trotz freier Wahl des Beraters werde nicht jeder Berater gleichwertig für die fachkundige Stellungnahme akzeptiert, Businesspläne würden nicht anerkannt oder die Tragfähigkeit von Gründungen in Frage gestellt.

Laut Schilling besteht jedoch ein gesetzlicher Rechtsanspruch auf Gründungszuschuss: Wenn die Anspruchsvoraussetzungen gegeben sind, müsse die Arbeitsagentur den Gründungszuschuss auszahlen.
Quelle:
http://www.mittelstanddirekt.de/c182/m187/um224/d6280/default.html